Jakubowski, ein russischer Kriegsgefangener, ist am 26. März 1925 von einem mecklenburgischen Schwurgericht zum Tode verurteilt und am 15. Februar 1926 hingerichtet worden. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er das Opfer eines Justizmordes geworden. >>weiterlesen

Diese Verurteilten sind das Opfer, das die Minister, Geheimräte und Offiziere dem Gotte „öffentliche Meinung“ zur Versöhnung dargebracht haben. Sie sind von den Hintermännern im Stich gelassen, verraten worden: ein verlorener Haufen. >>weiterlesen

…hat mit dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begonnen (15. Januar 1919). Es folgte der Mord an Kurt Eisner (21. Februar 1919). Von den später Ermordeten sollen erwähnt werden: im Jahre 1919: Leo Jogiches, Gustav Landauer, Eugen Levine, Hugo Haase; im Jahr 1920: Hans Paasche; im Jahre 1921: Karl Gareis, Walther Rathenau. >>weiterlesen

Soll dies künftig rechtens in Preußen sein, daß die Polizei, wenn eine ihrer Vorschriften von einer kleinen Rotte Menschen wirklich oder vermeintlich nicht befolgt wird, plötzlich ganze Stadtteile abriegeln, in die Fenster knallen, total unbeteiligte Menschen aus Wohnungen zerren, mit Gummiknüppeln lahm und krumm schlagen und wie Treibwild niederschießen darf? >>weiterlesen

In Deutschland wird auf die Bürokratie mit innerer Genugtuung geschimpft. Und mit Recht. Denn es gibt nichts, was die kleinen Alltäglichkeiten so gallig und widerwärtig machen kann wie der Amtsstubenmuff. >>weiterlesen

Die Partei hat Fett angesetzt, sie ist im Lauf der Jahre behäbig geworden und sonnt sich am Glorienschein der Zahlen. Aber dabei hat sich der Charakter der Partei grundsätzlich gewandelt. Man bejaht den heutigen Staat und sucht ihn von innen heraus zu erobern, merkt dabei aber nicht, daß der kapitalistische Staat sich die Partei zu seinem eigenem Nutzen gefügig macht. >>weiterlesen

…die schönsten Blüten treibt der Konkurrenzneid im Kampf zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Der Ausdruck „Bonze“ wirkt wie Gestreicheltwerden von weichen Händen, und „Heuchler“ ist fast eine Liebkosung, „Geschwätz der S.P.D.“ wird wie eine wissenschaftlich-sachliche Feststellung gebraucht, und „Demagogie“ ist abgeleiert und veraltet. >>weiterlesen

Begrüßung mit Fascistengruß und Händedruck, Reden, Gelage und was so dazugehört. Diese „Verbrüderung zwischen Bolschewisten und Fascisten“ war natürlich für die sozialdemokratischen Zeitungen ein gefundenes Fressen. >>weiterlesen

…im Haushaltsausschuß des Reichstags ist man wieder einmal darauf gestoßen, wie teuer unser politischer Außendienst arbeitet. Vor allem, weil seine Beamten, vom Botschafter bis zum Legationssekretär, fabelhafte Gehälter beziehen. >>weiterlesen

Der Etat für 1927, den ich mir besorgt habe, ist eine Broschüre in Folio mit rund 1500 Seiten. Sie hat den doppelten Kubikinhalt einer Familienbibel und mit 3,2 Kilogramm etwa das Gewicht eines neugeborenen Kindes. >>weiterlesen