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Zeittafel zur Weimarer Republik

Zum geschichtlichen Hintergrund der in der Weimarer Republik erschienenen Sonntags-Zeitung Erich Schairers.

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8. Januar US-Präsident Woodrow Wilson legt sein
14-Punkte-Programm
vor, dieses Dokument wird jedoch durch Kaiser Wilhelm und seine Generäle tragischerweise nicht gewürdigt. Später — zu spät — nach Niederlage und Kapitulation des Deutschen Reichs — wird man sich darauf berufen — die Entente wird dann nicht mehr verhandeln sondern die Friedensbedingungen diktieren. Anstatt die Schuld des Kaisers und der Generäle zu erkennen wird man Kriegsgegner, Aufständische und Revolutionäre bezichtigen, dem „siegreichen Heer“ in den Rücken gefallen zu sein — der Stoff der unseligen Dolchstoßlüge.
22. Januar In einer Rede vor dem amerikanischen Senat fordert Präsident Woodrow Wilson einen „Frieden ohne Sieger“.
28. Januar Die deutsche Regierung lehnt Wilsons Friedensbotschaft ab.
28. Januar Beginn großer Streiks in Berlin, Hamburg, München und andern deutschen Städten.
3. März Unterzeichnung des Friedens von Brest Litowsk.
21. März Beginn der deutschen Frühjahrsoffensive im Westen.
6. April Landung japanischer Interventionstruppen in Wladiwostock.
17. April Ablehnung einer Reformvorlage zur Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts im preußischen Herrenhaus.
30. Juni Dekret der bolschewistischen Regierung über die Nationalisierung der industriellen Betriebe.
2. Juli Landung englischer und französischer Interventionstruppen an der Murmanküste.
5. August Besetzung von Archangelsk durch englische und französische Truppen.
15. Sept. Die Alliierten durchbrechen die Balkanfront.
24. Sept. Bitte der Obersten Heeresleitung an die Regierung, Friedensverhandlungen zu beginnen.
Fr. 27. Sept. Einbrechen der Alliierten in die „Hindenburglinie“, die bereits 1916 ausgebaute Verteidigungslinie von Arras über St. Quentin bis nach Soissons. (Von den Deutschen „Siegfriedstellung“ genannt.)
Sa. 28. Sept. Ludendorff läßt dem Reichskanzler Graf Hertling mitteilen, daß die OHL zu der Ansicht gekommen sei, „daß eine Umbildung der Regierung ... notwendig geworden sei“ und bittet ihn sofort ins Große Hauptquartier nach Spa zu kommen.
So. 29. Sept. Ludendorff fordert ein Waffenstillstandsgesuch binnen 24 Std., da er nicht mehr dafür garantieren könne, eine militärische Katastrofe an der Westfront für mehr als 24 Std. zu verhindern. Der Kaiser akzeptiert die Forderungen der OHL nach Parlamentarisierung und Bitte um Waffenstillstand.
30. Sept. Waffenstillstand Bulgariens mit der Entente.
1. Okt. Telegramm der Obersten Heeresleitung an die Regierung, man solle sofort ein Friedensangebot abschicken.
Tagebucheintrag des Generalstabsoberst von Thaer und Kommentar dazu von S. Haffner
3. Okt. Max von Baden Reichskanzler; Staatssekretäre: Gröber, Erzberger, Haussmann, Scheidemann (erste parlamentarische Regierung).
Brief Hindenburgs an Reichskanzler Max von Baden
4. Okt. Friedensnote an Wilson.
21. Okt. Entlassung Karl Liebknechts aus dem Gefängnis.
22. Okt. Befehl der Marineleitung zum Auslaufen der Flotte.
24. Okt. Annahme der Wahlrechtsvorlage im preußischen Herrenhaus.
26. Okt. Rücktritt Ludendorffs; Gröner Nachfolger.
30. Okt. Weigerung der Matrosen, mit der Flotte auszufahren; Revolution in Wien; Sturz der österreichischen Monarchie.
31. Okt. Waffenstillstand der Türkei mit der Entente.
3. Nov. Matrosenaufstand in Kiel.
7. Nov. Revolution in München. Forderung der S.P.D., der Kaiser solle abdanken. Abschiedsgesuch des Reichskanzlers Max von Baden.
8. Nov. Bildung der Regierung Eisner-Auer in München.
9. Nov. Revolution in Berlin. Rücktritt Scheidemanns als Staatssekretär. Verkündigung der Abdankung des Kaisers durch Max von Baden. Ebert Reichskanzler. Ausrufung der Republik durch Scheidemann.
9. Nov. Philipp Scheidemann (S.P.D.)
Bericht über den 9. Nov. 1918
9. Nov. Karl Liebknecht (Spartakusbund)
Ausrufung der freien sozialistischen Republik
10. Nov. Flucht des Kaisers nach Holland. Bildung des Rates der Volksbeauftragten: Ebert, Scheidemann, Landsberg (Mehrheitssozialisten), Haase, Dittmann, Barth (Unabhängige).
11. Nov. Unterzeichnung des Waffenstillstandes
Leiter der deutschen Delegation im französischen Hauptquartier des General Foch in Compiègne ist entgegen der sonstigen Gepflogenheiten kein General sondern ein Zivilist: Matthias Erzberger. Sowohl Hindenburg und Ludendorff als auch Groener wollten die Verantwortung der Militärs für die Niederlage abweisen und schufen so die Grundlage für die Dolchstoßlüge. Die OHL forderte bewußt die Entsendung einer zivilen Waffenstillstandsdelegation, um vor der Öffentlichkeit die Politiker und nicht die OHL verantwortlich zu machen.
12. Nov. Kundgebung der Regierung; Ziel: Verwirklichung des sozialistischen Programms. Beschluß, eine Sozialisierungskommission zu bilden.
14. Nov. Verordnung der Volksbeauftragten, daß alle Gesetze und Verordnungen in Kraft bleiben.
16. Nov. Bildung einer Arbeitsgemeinschaft zwischen Unternehmern und Gewerkschaften.
26. Nov. Abbruch der Beziehungen der Regierung Eisner in München zur Regierung in Berlin.
28. Nov. Thronverzicht Wilhelms II.
6. Dez. Beschluß der Volksbeauftragten, Wahlen zu einer Nationalversammlung auszuschreiben.
10. Dez. Zusammentritt der Sozialisierungskommission; Erklärung für Sozialisierung mit Entschädigung.
23. bis 25. Dez. Straßenkämpfe in Berlin zwischen revolutionären Matrosen und Regierungstruppen.
29. Dez. Austritt der Unabhängigen aus der Regierung; Eintritt der Mehrheitssozialisten Noske und Wissell.







aus dem Lebendigen virtuellen Museum Online:

eine Chronik des 20. Jahrhunderts in Jahresabschnitten, z.B.
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Biografien des
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Dokumente des
LeMO-Online-Archivs.


ein weiterer Tipp:

"Weimarer Republik"
eine Online-Publikation der Bundeszentrale für Politische Bildung

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Last update: 2002-11-15
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