Am 28. Juli 1914, vormittags 11 Uhr, hat mit der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung an Serbien der große Krieg begonnen… Er wäre aufzuhalten gewesen, wenn auch nicht von den Sozialdemokraten. Das hat jetzt, besser als alle die seither ehrlich die Akten studiert haben, ein Meister der Darstellung uns von neuem bewiesen: Emil Ludwig in seinem Buche „Juli 14“. Wer es gelesen hat, der wird kaum mehr von der deutschen „Unschuld“ überzeugt sein. >>weiterlesen

Der 9. November, an dem die Republik geboren wurde, ist für unsere Offiziellen und Offiziösen eine peinliche Erinnerung, etwas, das nach Bolschewismus riecht. Also feiern wir schon lieber als Geburtstag unserer deutschen Republik den 11. August, den Tag, an dem im Jahre 1919 Friedrich Ebert die Weimarer Verfassung unterschrieben hat. >>weiterlesen

Der deutschnationale Abgeordnete Hugenberg ist einer der mächtigsten Männer nicht nur in der Deutschnationalen Volkspartei, sondern in Deutschland überhaupt. Worauf beruht seine Macht? >>weiterlesen

An bürgerlichen Stammtischen ich aber spuckt man aus, wenn der Name fällt; man hält seinen Träger für einen Schuft, einen gemeinen Kerl, einen Vaterlandsverräter. Sein Mörder erfreut sich der Freiheit und besten Ansehens, hat wahrscheinlich sogar ein gutes Gewissen… >>weiterlesen

Kann denn Gott etwas mehr gefallen als eine Konfirmationstorte, die nicht die sinnlose Kreisform, sondern die sinnige Form einer Bibel hat? >>weiterlesen

Der Verfall der politischen Sitten hat in den letzten Jahren in Deutschland eine Massenerscheinung hervorgebracht, die vordem hier vollkommen unbekannt war: den politischen Mord. In den drei Jahren 1919 bis 1921 sind 378 Morde von Rechts und 20 von Links vorgekommen. Auf diese Weise sind fast sämtliche Führer der extremen Linken durch ungesetzliche Handlungen beseitigt, dagegen ist kein einziger Führer der extremen Rechten getötet worden. >>weiterlesen

Als Ergebnis einer Lebensarbeit hat Popper Lynkeus im Jahr 1912 sein Buch über „Die allgemeine Nährpflicht als Lösung der sozialen Frage“ im Verlag von Carl Reißner in Dresden erscheinen lassen. Zu Lebzeiten des Verfassers hat das Werk in der Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit gefunden… >>weiterlesen

…ein Dokument von historischer Bedeutung: eine Denkschrift Matthias Erzbergers über „Richtlinien für den Wiederaufbau des deutschen Wirtschaftslebens“, die er kurz vor seiner Ermordung (Ende August 1921) fertiggestellt hat. >>weiterlesen

Im Sommer 1919 hat mir Walther Rathenau für meine bei Eugen Diederichs in Jena erschienene Schriftenreihe “Deutsche Gemeinwirtschaft” einen Beitrag geschrieben, den er “Autonome Wirtschaft” nannte. Es ist seine letzte und radikalste wirtschaftliche Schrift gewesen; er hat darin nicht mehr und nicht weniger als die Abschaffung des “Unternehmers” gefordert. Seine Partei, der er damals im Begriff war den Rücken zu kehren, hat diese Ketzerei entrüstet abgelehnt und das Büchlein nachher taktvoll totgeschwiegen… >>weiterlesen