Revolutionen in Deutschland

Mit dem Begriff „Deutsche Revolution“ wird meist die gescheiterte bürgerliche Revolution von 1848/49 bezeichnet, ein Indiz dafür, wer bei uns die Geschichte schreibt und um das es sich dabei zuerst um die Geschichte der Bürger handelt. Dabei gab es auch eine Revolution der Arbeiter, vorbereitet durch die deutsche Sozialdemokratie, die im Kaiserreich noch eine revolutionäre und über viele Jahre verbotene Partei war. Sebastian Haffner schreibt in seinem Buch von der Revolution 1918/19 von der SPD als einer Mörderin, die ihr eigenes mühsam aufgezogenes Kind tötet, die eigene Basis. Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und viele tausende Menschen starben, ohne dass ihre Mörder zur Rechenschaft gezogen wurden. Die SPD verlor damals noch mehr Wähler als nach den Hartz IV-Gesetzen.

So kam es In den Jahren nach 1918/19 zur Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung, ohne die Hitler und die NSDAP vermutlich nie an die Macht gekommen wären. Diese Spaltung ist bis heute nicht überwunden, so tief sitzt der Stachel auf beiden Seiten.

Michael Zachcial

Die Webseite https://www.deutsche-revolution.de/ will die Geschichte der Revolutionen in Deutschland nachzeichnen, über Quellentexte, Lieder, Flugblätter, Orte, Biographien.

Am 3. August 2026 waren 70 Jahre seit dem Tod des Journalisten und Zeitungsherausgebers Erich Schairer im Schorndorfer Krankenhaus vergangen. Anlass, um die hier vorliegende, vor bald 30 Jahren begonnene Internetpräsenz etwas aufzufrischen. Hier publiziert sind Beiträge aus der 1920 von Erich Schairer in Heilbronn zunächst als „Die Heilbronner Sonntags-Zeitung“ gegründeten Wochenzeitung. Der Karikaturist Hans Gerner unterstreicht ab ca. 1925 mit seinen scharfen Holzschnitten den Kurs Erich Schairers „…gegen Kirchentum, Kapitalismus, Krieg und Gewaltherrschaft, für Geistesfreiheit, Gemeinwirtschaft, Gerechtigkeit und Frieden“. Ergänzend zu den Artikeln aus der Sonntags-Zeitung – deren Autoren mit einem * gekennzeichnet sind – wurden zahlreiche im Zusammenhang mit Erich Schairer stehende, von Zeitgenossen bzw. Nachkommen verfasste Beiträge in die hier vorliegende Sammlung aufgenommen.