Kategorie: 1933ff

Auswahl im Jahrgang 1933ff veröffentlichter Beiträge

  • Sicherheit Vorbedingung

    Während der letzten Monate sind bei uns eine ganze Anzahl Autoführer, die Verkehrsunfälle verschuldet hatten, zu harten Freiheitsstrafen verurteilt worden. Und vielleicht hat mancher Zeitungsleser sich darüber verwundert oder — je nach der Einstellung — die Verurteilten heimlich sogar bedauert. Aber mit Unrecht. Denn worum es sich hier handelt, das ist nur die deutsche Form eines Kampfes, der in andern Ländern seit langem schon zäh und zielbewußt durchgeführt wird und den man auf amerikanischem Boden unter das Leitwort „Safety first!“ (Sicherheit Vorbedingung) gestellt hat.

    Daß Verkehrssünden Sünden gegen den Geist der Gemeinschaft sind, diese Einsicht soll und muß sich auch bei uns allmählich durchsetzen. Und gerade der Autofahrer, der sich nur allzu häufig bisher als unumschränkter Herr der Landstraße zu fühlen gewöhnt war, hat es nötig, sich mit Nachdruck daran erinnern zu lassen, daß Fußgänger und Radfahrer schließlich ebenfalls Menschen sind.

    Besonders streng verfährt man, wie die Gerichtserkenntnisse lehren, gegenüber den Führern von Auto-Omnibussen, und auch das hat seine gewichtigen Gründe.

    Je mehr Menschen dem Lenker eines Fahrzeuges unmittelbar anvertraut sind, um so größer ist offenbar ja seine Verantwortung. Und der Führer eines Omnibusses gleicht in dieser Hinsicht fast schon dem Leiter eines kleinen Staates, der all seine Kräfte und Fähigkeiten voll in den Dienst seines Landes zu stellen hat, ohne nach deutscher Auffassung wenigstens an die Befriedigung persönlichen Ehrgeizes zu denken.

    Er darf nicht Rekorde erringen oder schlagen wollen, darf nicht darauf bedacht sein, es anderen, mit stärkerem Motor ausgestatteten Wagen um jeden Preis gleichzutun, darf nicht rücksichtslos überholen und dadurch die Gefahr eines Zusammenstoßes mit seinen unabsehbaren Folgen heraufbeschwören und darf erst recht natürlich nicht die für die Allgemeinheit gültigen Verkehrs- und Warnungszeichen mißachten, — in dem törichten Wahn, ein so großer Wagen wie der seine habe überall das Vorrecht. Sondern gerade weil der von ihm geführte Wagen größer als andere ist und mehr Insassen zählt als diese, hat er doppelt vorsichtig zu sein, wenn er nicht an einem Massenunglück schuldig werden will.

    In gewisser Hinsicht ist er ohne Zweifel schlimmer daran als die Führer wendigerer Gefährte. Manche Straßen, besonders in kleineren Ortschaften, sind heute noch außerordentlich enge, und es bedarf großer Geschicklichkeit, einen auch nur einigermaßen umfänglichen Omnibus ohne Anstoß durch sie hindurchzusteuern. Und gerade an solchen gefährlichen Stellen sieht man die Fahrer oftmals doch ein Tempo einschlagen, daß einem vom bloßen Anblick schon angst und bange werden kann.

    Ähnlich aber verhält es sich mit den bei dem bestehenden Straßensystem leider nicht seltenen unübersichtlichen Strecken der Fahrbahn. Wer auf ihnen nur danach trachtet, wie er „aufholen“ und womöglich den Fahrplan um ein paar Minuten verbessern kann, der handelt geradezu gewissenlos und sollte die längste Zeit Omnibusführer gewesen sein.

    Zumeist merken die Insassen des Omnibusses gar nichts davon, wenn in solcher Weise mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit gespielt wird. Oder sofern sie es merken, sind sie wohl gar verblendet genug, ihrem Führer die Stange zu halten, ja ihn in seiner fahrlässigen und leichtfertigen Handlungsweise noch zu bestärken, sei es, daß es ihnen wirklich besonders eilt, sei es, daß sie nur einfach von dem besessen sind, was man sehr richtig den Autofimmel genannt hat. Und derartige Fahrgäste trifft, wenn auch in abgeschwächtem Maße, der gleiche Vorwurf wie ihn: der Vorwurf mangelnder Gewissenhaftigkeit.

    Bezeichnenderweise sind aber gerade diese mit dem Munde so mutigen Leute die ersten, die sich, wenn ein Unglück geschehen ist, alle Schuld auf den Fahrer abzuwälzen bemühen. Die Gerichtsverhandlungen bezeugen das mit einer höchst unerfreulichen Regelmäßigkeit. Denn es ist erstaunlich, wie viele dann plötzlich das traurige Ende vorausgesehen und vergeblich ihre warnende Stimme erhoben zu haben behaupten.

    Mehr Verantwortungsgefühl! kann man da nur immer wiederholen. Und: besser Vorsicht üben, als Nachsicht fordern!

    Sicherheit Vorbedingung! Dieses Leitwort verdiente wirklich, auch unsern Automobilisten — und nicht nur den freilich am meisten betroffenen Omnibusführern — bei jeder Gelegenheit eingeprägt zu werden. Der gewaltige Aufschwung, den der Autoverkehr dank der fürsorglichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Regierung bei uns genommen hat, macht eine straffe Fahrdisziplin, macht Behutsamkeit und sorgfältigste Befolgung der Verkehrsregeln zur gebieterischen Notwendigkeit ganz abgesehen davon, daß schon die bloße Achtung vor dem Volksgenossen dazu verpflichtet.

    Unser deutsches Volk ist in so vielem für die Welt vorbildlich geworden. Sollte es da nicht möglich sein, zu erreichen, daß es auch auf dem für die Gegenwart so unendlich bedeutungsvollen Gebiet der Straßenordnung einmal heißen könnte: Deutschland in der Welt voran!?

    1935, 17 · Franz Krämer

  • Die Ermächtigung

    Die Ermächtigung

    — Jg.1933, Nr. 18 —

    Der deutsche Reichstag ist am 21. März mit einer ungewohnten Feierlichkeit zusammengetreten: um sich selber zu Grabe zu tragen.

    Die Geschichte ist reich an Ironien. Aber ein Parlament, das sich selber in dieser Weise ausschaltet, eine parlamentarisch sanktionierte Diktatur wie die jetzige deutsche: das ist wirklich kein alltägliches Ereignis.

    Man kann heute sagen, daß Hitler in wenigen Wochen einen Weg zurückgelegt hat, zu dem Mussolini ungefähr ebensoviele Jahre gebraucht hat. Es ist kaum übertrieben.

    Die Erwartungen, die manche Leute vor der letzten Reichstagswahl auf das Zentrum gesetzt haben, sind rasch zu Wasser geworden. Das Zentrum hat von seiner „Schlüsselstellung“ keinen Gebrauch gemacht. Ohne das Zentrum war auch nach dem Ausschluß der Kommunisten (mit dem von Anfang an zu rechnen war) im Reichstag keine Mehrheit für ein verfassungsänderndes Ermächtigungsgesetz vorhanden. Wenn die Partei der Herren Kaas und Brüning sich geweigert hätte, eine solche Blankovollmacht auszustellen, hätte die Regierung die Hände nicht so ganz, zum mindesten nicht so rasch frei gehabt, um nun auf vier Jahre unumschränkt über Deutschland zu gebieten.

    (Während dies geschrieben wird, sind zwar die Würfel noch nicht gefallen. Aber man weiß, wie sie fallen werden, und kann es wohl riskieren, von der Zukunft in der Vergangenheit zu reden.)

    Was mag in den Besprechungen, die dieser Lösung vorausgingen, von Seiten der Regierung Hitler und von Seiten des Zentrums verabredet worden sein?

    Ob es den Männern, die seit vierzehn Jahren entscheidend an der deutschen Politik mitbeteiligt waren (das Zentrum ist politisch, wenn auch nicht zahlenmäßig, nach dem Kriege lange die stärkste Partei gewesen) leicht gefallen sein mag, nun so völlig zu verzichten? Ob sie sich der Verantwortung bewußt sind, die dieser Verzicht bedeutet?

    Hat sie der Elan der nationalen Erhebung in seinen Bann gerissen? Wollten sie den neuen Männern, die sich so viel vorgenommen haben, eine „Chance“ geben?

    Die Regierung kann jetzt freilich arbeiten wie keine vor ihr. Der ehemalige Reichstag mit seinen jede zielbewußte Tätigkeit lähmenden Mehrheitsverhältnissen gehört der Vergangenheit an. Man kann es begreifen, daß ein Ministerpräsident froh sein muß, diesen Klotz am Bein wegzuhaben. Man könnte es einem Manne voll Tatkraft und fruchtbarer Ideen sogar gönnen, daß er seine Arme regen kann. Aber…

    Der Reichstag der letzten Jahre war eine Unmöglichkeit. Er war es wirklich wert, unterzugehen. Der Kuhhandel der Regierungsbildungen, wie wir ihn so oft erlebt haben, war ein ekelhaftes Schauspiel. Aber ist gar kein Reichstag auch wirklich besser als ein schlechter Reichstag?

    Der Reichstag selber ist es gewesen, gewiß, der die Weimarer Verfassung ad absurdum geführt hat. Als regierungsbildende Instanz war er bei den deutschen Parteiverhältnissen einfach unbrauchbar. Aber, ihr Herren vom Zentrum, ist es nicht sehr gefährlich, wenn er nun auch als Kontrollinstanz ausgeschaltet ist? […]

    1933, 13 · Erich Schairer

  • Rundfunkwahlen

    Rundfunkwahlen

    — Jg. 1933, Nr. 11 —

    Der 5. März hat der nationalsozialistischen Partei und damit der Regierung Hitler einen Sieg von unerwartetem Ausmaß gebracht. Im Reich und in Preußen sind die 51 Prozent Mehrheit nicht nur erreicht, sondern überboten, und zwar nahezu ausschließlich durch den ungeheuren Stimmenzuwachs der Nationalsozialisten. Diese haben, rechnerisch betrachtet, nicht nur 3,8 Millionen seitherige Nichtwähler für sich mobil gemacht, sondern auch noch beinahe 2 Millionen Wähler aus anderen Lagern zu sich herübergezogen; und zwar nicht nur aus dem „nationalen“ Reservoir, sondern offenbar auch erhebliche Scharen aus den Quellgebieten des Zentrums, der Sozialdemokratie und der kommunistischen Partei.

    Dieser fabelhafte Erfolg ist ohne Zweifel in erster Linie der Propaganda durch den Rundfunk zuzuschreiben, die in solchem Ausmaß und mit solcher Stärke noch nie von einer Partei betrieben worden ist und hat betrieben werden können. Hitlers Wahlreden sind diesmal auch im kleinsten Dorf, vor Menschen, die sozusagen jungfräulicher Boden waren, zur vollen Wirkung gekommen; Ereignisse wie die Durchsuchung des Liebknecht-Hauses und der Reichstagsbrand mit ihren Folgen und Folgerungen konnten hundertprozentig ausgeschlachtet werden; und dazu kam die völlige Ausschaltung eines großen Teils der gegnerischen Presse, vor allem in Norddeutschland.

    Von links ist im Wahlkampf mit Argumenten operiert worden, die angesichts der in breiten Schichten erzeugten Stimmung unbedingt versagen mußten.

    Man fragte, wo denn das Programm sei, mit dem die neue Regierung Deutschland retten wolle. Ein solches Programm war in Einzelheiten nicht vorhanden; aber sein Fehlen hat wahrscheinlich den Regierungsparteien eher genützt als geschadet. Auf diese Weise war nämlich jeder kritischen Debatte über Konkretes der Boden entzogen. Der Glaube an den Willen der Regierung trat an die Stelle einer zweifelhaften Einsicht in die Richtigkeit ihrer Pläne, und jener Glaube erwies sich dabei als die weit stärkere Triebfeder. Das Volk sah Männer vor sich, die jedenfalls an dem Willen, sich durchzusetzen, nicht zweifeln ließen, und solchen zu folgen ist die Masse noch immer geneigt gewesen.

    Wo um die politische Macht gekämpft wird, ist der Wille entscheidend, nicht der Intellekt, dessen Rolle ja schon der alte Oxenstjerna nicht allzuhoch eingeschätzt hat. Die Schwäche der deutschen Linken, die sich jetzt mit so schmerzlicher Deutlichkeit geoffenbart hat, liegt eben zum guten Teil darin, daß in ihr zu wenig Wille mit zu viel Intelligenz gepaart ist.

    Daß die Regierung vor der Wahl Meinungsfreiheit und andere bürgerliche Freiheiten beschränkt hat, dieser andere von der linksstehenden Presse so stark betonte Vorwurf, hat ihr ebenfalls im Wahlkampf nicht sehr viel geschadet. Heutzutage kümmert sich der einfache Mann (und die einfache Frau!}, namentlich auf dem Lande, nicht allzuviel um diese Freiheiten. Wer nichts zu nagen und zu beißen hat, dem stehen die demokratischen Grundrechte nicht im Mittelpunkt des Interesses. Sein Denken kreist um das tägliche Brot, und wer ihn auf irgend eine Weise zu überzeugen vermag, er werde dafür sorgen, daß ihm dieses künftig besser zugemessen werde, der ist sein Mann, auch wenn er Zeitungen verbietet und Versammlungen auflöst.

    Der Sieg des Hakenkreuzes in Deutschland am 5. März ist der Sieg einer unerhört geschickten und stark auftragenden Propaganda. Wenn jetzt, wie man hört, für einen der Hauptregissöre des nationalsozialistischen Wahlfeldzugs, Herrn Goebbels, ein besonderes Propaganda-Ministerium geschaffen werden soll, so wäre das ein sinnfälliger Beweis dafür, welche Bedeutung von der Regierung selber einem von ihr so virtuos gehandhabten Instrument beigemessen wird.

    1933, 11 · Erich Schairer

  • Das Ende

    Das Ende

    — Jg. 1933, Nr. 11 —

    Wenn diese Zeilen in Druck gehen, hat sich die „nationale Revolution“ im Anschluß an das Wahlergebnis vom 5. März in ähnlicher Form durchgesetzt, wie die Revolte 1918 nach der militärischen Niederlage. Damals hob sich keine Hand in Deutschland, das Kaiserreich zu verteidigen. Auch diesmal ist es ähnlich gegangen. Die Träger der Republik von Weimar haben erkannt, daß diese Epoche zu Ende ist.

    Es ist noch nicht an der Zeit, Nekrologe zu schreiben. In ruhigen Zeiten wird ein gerechteres Urteil über die verflossenen 14 Jahre gefällt werden, als dies in der Hitze des Wahlkampfs möglich war, wo von nationaler Seite in Bausch und Bogen verdammt wurde, was man links fast wie ein verlorenes Paradies beweint.

    Eine objektive Prüfung der Bilanz beider Epochen zeigt klar, daß die Aktiven der Republik von Weimar trotz vierjähriger Krise viel größer und hochwertiger als die des Kaiserreichs sind, obwohl die Republik mit den erdrückenden Passiven des Kaiserreichs vorbelastet war.

    Damals waren keine Lebensmittel und Rohstoffe im Lande. Ein heruntergewirtschafteter Produktionsapparat mußte erst wieder auf die normale Warenproduktion umgestellt werden. Der Verkehr wurde monatelang durch die Demobilmachung schwer belastet und die Ablieferung des besten Eisenbahnmaterials verschärfte noch den Zustand. Von den anderen Kriegsfolgen sei nur noch die Unsicherheit über die Friedensbedingungen erwähnt.

    Das alles fällt auf der Passivseite der Eröffnungsbilanz des „dritten Reiches“ weg. […]

    Der Vergleich zwischen dem Zusammenbruch des Kaiserreiches und dem der Republik von Weimar wird der künftigen Geschichtsschreibung noch manche Parallele aufzeigen. Es gibt aber auch einen fundamentalen Unterschied zwischen dem Entstehen und Walten des Weimarer Staates und des angebrochenen „dritten Reiches“.

    Die Sozialdemokratie nahm die militärische Niederlage von 1918 als nationales Unglück hin und tat nur widerstrebend jene Schritte zur politischen Umstellung und Erhaltung des Reiches, die ihr später als Novemberverbrechen angekreidet wurden. Aus der Auffassung des nationalen Unglücks, das gemeinsam getragen und überwunden werden müsse, verzichtete sie auf jede Maßnahme gegen die Verantwortlichen am Zusammenbruch. Die Sozialdemokratie handelte also nach dem Bibelwort: „Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“

    Ganz anders verfuhr die nationale Revolution. Sie machte für die Krise in Deutschland (Auswirkung der Weltwirtschaftskrise!) einzig und allein den Marxismus verantwortlich, als ob die deutsche Wirtschaft seit 1918 von Partei- und Gewerkschaftsführern geleitet worden wäre, und nicht von den Stinnes, Thyssen, Cuno, Vögler, Kirdorf usw. Daß die Krise in den marxistenreinen U.S.A. früher begann und schlimmere Folgen brachte, hat die „nationalen“ Ankläger gegen den deutschenMarxismus keinen Augenblick beirrt. Sie handelten nach keinem Bibelspruch, sondern nach einem uralten Grundsatz des Klassenkampfes: „Richtet, auf daß ihr nicht gerichtet werdet!“ […]

    Das Volk will einen Weg aus der Krise und muß zugleich den Eindruck bekommen, daß eine Bewegung alle Energie für die Verwirklichung ihres Programms einsetzt.

    Diese ihre Aufgabe hatten die „Marxisten“ nicht begriffen. Sie ließen sich von vornherein in die Verteidigung drängen und verstanden keine Schwäche des Gegners zu ihrem Erfolg zu nützen.

    Hätten sie dem ungewissen Vierjahresprogramm ein Vierwochen- oder Viermonatsprogramm mit klaren Forderungen entgegengestellt, so wäre die Regierung zur Formulierung ihres Programms gedrängt worden. Ihre künftige Politik wäre im Kontrast zum Krisen- und Sozialprogramm der sozialistischen Opposition gestanden.

    Die Forderungen eines solchen Programms drängen sich förmlich auf. Erste, richtungweisende Forderung: Beseitigung der Armut durch volle Anwendung aller technischen Fortschritte, Beseitigung aller kapitalistischen Hemmungen einer planmäßigen Bedarfswirtschaft, sofortige Steigerung der Kaufkraft zur Wiederingangsetzung des ganzen Produktionsapparats.

    Aber die Sozialisten fühlten sich durch die alten Vorwürfe so bedrängt und waren über das Gebot der Stunde so wenig im klaren, daß die Gegner vollständig den Kampf bestimmten. Gewiß, der Gegner wandte ungewohnte Mittel an; aber eben seine Geschichte zeigt, daß eine aufstrebende Bewegung nur wenig behindert werden kann […]

    1933, 11 · Fritz Sturm

  • Wie Wilhelm

    Kommt es nur mir so vor, oder hat der neue deutsche Reichskanzler wirklich diese frappante Ähnlichkeit mit Wilhelm dem Zweiten von Hohenzollern?

    Natürlich nicht äußerlich, meine ich. Obwohl man vielleicht auch da… Wenn man sich die Barttracht anders vorstellen würde… Aber das spielt keine Rolle. Ich denke an das Auftreten, an den geistigen Habitus, an die Charaktereigenschaften.

    Erinnert ihr euch noch an den früheren Kaiser? An seine fabelhafte Vielseitigkeit und Beweglichkeit? An jene Impulsivität, die den politischen Beamten des Zweiten Reichs so manchesmal zu schaffen machte? An seine Frömmigkeit, die auf einer gewissermaßen persönlichen Fühlung mit Gott zu beruhen schien? An die naive Freude am Reisen und Reden, die ihn beherrschte, so daß er „bald hier, bald da“ zu sehen und zu hören war, in Uniform und Zivil, in allen Sätteln gerecht, von allem etwas verstehend, überall zu Hause? Wer sich ihm entgegenstellte, den wollte er zerschmettern (z.B. die bösen Sozialdemokraten); er gedachte sein Volk herrlichen Zeiten entgegenzuführen; er war der Friedenskaiser und rutschte dann freilich in einen Krieg hinein. (Und den Krieg verlor er.)

    Und der neue Kanzler? Hat er in der kurzen Zeit, die er nun im Amte ist, nicht schon eine ganze Reihe von Zügen entwikkelt, die geradezu frappant an den ehemaligen deutschen Kaiser erinnern?

    Auch Adolf Hitler liebt die markigen Reden, die Ansprachen an sein Volk, und hat dabei den technischen Vorsprung des Rundfunks und des Flugzeugs voraus, Einrichtungen, die es damals noch nicht gab und um deren Handhabung ihn Wilhelm der Verflossene wahrscheinlich ehrlich beneidet.

    Auch Adolf Hitler betrachtet den „allmächtigen Gott“ als seinen speziellen Bundesgenossen, mit dem zusammen er die Wiederauferstehung der Nation herbeiführen wird, ein „Reich der Größe, der Kraft, der Herrlichkeit und der Gerechtigkeit, Amen“, wie er im Anklang an das Vaterunser jene Berliner Sportpalastrede vom 10. Februar geschlossen hat.

    Auch Hitler will den Kommunismus und „Marxismus“, wie man jetzt sagt, ausrotten; er will Christentum und Familie in seinen Schutz nehmen; er tritt für die „Erhaltung und Festigung des Friedens“ ein und strebt mit allen Kräften nach Abrüstung. Dann passiert es ihm freilich zwischendurch (wie Wilhelm s. Z. die Daily-Telegraf-Affäre), daß ein Engländer ein Interview nicht ganz einwandfrei wiedergibt und daß Mißverständnisse wegen des polnischen Korridors und so berichtigt werden müssen.

    Freitag abend spricht er vor dem begeisterten Publikum im Berliner Sportpalast über die deutsche Zukunft, am Sonntag eröffnet er mit einer äußerst sachkundigen Rede die deutsche Automobilausstellung und steht am seihen Tag noch in Kassel, „an der Stelle, von der aus ein Kaiser und ein Bismarck den Friedrichsplatz überschauten“ (Völk. Beobachter vom 13. Februar), und am Sonntag Mittag finden wir ihn in Leipzig dabei, wie Richard Wagners 50. Todestag begangen wird. Er darf da nicht fehlen.

    Könnte man diese Wiederkehr Wilhelms II. in anderer Gestalt nicht beinahe gespenstisch heißen?

    Jedenfalls ist sie kein Zufall. Das deutsche Volk will offenbar solche Führer haben wie Wilhelm und Hitler.

    Sollen wir ihm wünschen, daß das Ergebnis diesmal anders ausfalle? Wird es, kann es mit der Herrlichkeit des dritten Reiches ein anderes Ende nehmen als mit der des zweiten?

    1933, 8 · Erich Schairer

  • Augen rechts

    Augen rechts

    Der Feind steht rechts, der Gegner links.
    Friedrich Naumann

    — Jg. 1933, Nr. 8 —

    Es ist schon tragisch, daß man dem Proletariat heute das predigen muß, was ein bürgerlicher Politiker vor etwa 25 Jahren gesagt hat, also zu einer Zeit, wo es noch keinen Faschismus gab, und unter einem System, das man am heutigen gemessen beinahe „parlamentarisch“ nennen könnte.

    Man kann in gewissem Sinne von einer ,.dialektischen“ Tragik reden. These: Die gesamte Lage erfordert gebieterisch die proletarische Einigung. Antithese: Diese Einigung ist für den Augenblick unmöglich.

    Wenigstens, wenn man darunter auch nur ein noch so loses Kartell zwischen SPD und KPD in Deutschland versteht. Denn die deutsche KP untersteht nun einmal — das ist kein Vorwurf sondern eine Konstatierung — in allen wichtigen Entscheidungen den Weisungen des „Ekki“, des Exekutivkomitees der III. Internationale, und so wie die Dinge liegen, würde sie auch von ihrem Partner verlangen, daß er sich diesen Beschlüssen unterwidt. Tut er es nicht, so ist das Kartell schon ohne weiteres gesprengt. Soweit hat Otto Bauer ganz recht, wenn er verlangt, daß zunächst einmal die beiden Internationalen von Amsterdam und Moskau zu einem Einvernehmen kommen müssen […]

    An Aufmärschen der „Eisernen Front“ haben sich Kommunisten in geschlossenen Abteilungen beteiligt, und das Gleiche ist umgekehrt geschehen. Bei Beerdigungen sind schon beide Formationen überhaupt gemeinsam marschiert. Geschmacklose Ausdrücke wie „Kozi“ oder „Sozialfascisten“ kommen kaum noch vor und werden eigentlich nur noch von Parteijournalisten gebraucht, die die Stimmung der Massen nicht kennen oder nicht kennen wollen. Im übrigen werden sie von den Lesern allgemein mißbilligt.

    Und so wäre alles in schönster Ordnung, wenn — ja wenn nicht die Tatsache bestände, daß SPD und KPD das gleiche Wählerreservoir haben, um die gleiche Wählerschicht kämpfen müssen. Und da muß einmal Fraktur geredet werden: Wie sich diese Wählermassen, die zwischen SPD und KPD schwanken, diesmal entscheiden werden, wissen wir nicht. Es ist aber gegenüber der fascistischen Gefahr und angesichts der kümmerlichen Rolle, die das kommende Parlament überhaupt spielen wird, wirklich ganz gleichgültig, welche der proletarischen Parteien der anderen ein halbes oder selbst ein ganzes Dutzend Mandate abnehmen wird.

    Wichtig ist einzig und allein, daß die antifascistische Front steht, innerhalb und außerhalb des Parlaments.

    1933, 8 · Dr. E.

  • Worum es geht

    Sozialdemokraten und Kommunisten

    — Jg. 1933, Nr. 8 —

    Alle Pöstchenjäger und Bönzchenaspiranten drängen sich jetzt in die Reihen Hitlers. Hier glauben sie, in erster Linie für ihre Privatwünsche Befriedigung zu finden. Was bedeutet, ziffernmäßig betrachtet, der Anhang Hugenbergs, Seldtes oder gar Papens gegenüber der Braunen Armee des Duce? Die Anziehungskraft des größten Blocks wird sich wieder einmal bewähren. Wer hat, dem wird gegeben.

    Schon in der heutigen Regierungskoalition [vom 30.1.1933] ist Hitler der weitaus stärkste Mann. Nicht wegen seiner persönlichen Stärke, sondern wegen der hinter ihm stehenden und ihm blindlings folgenden Massen. In der neuen Regierungskoalition nach dem 5. März wird er noch unbedingter auss.chlaggebend sein..

    Das ist die große Gefahr, die dem deutschen Volk bei den Wahlen droht. Schon jetzt kann man sich schwer vorstellen, daß Hitler freiwillig von seinem Platze weichen sollte, wenn der 5. März [1933] dem Kabinett der sogenannten nationalen Konzentration keine Mehrheit gibt. Noch weniger vorstellbar ist das, wenn die Wahlen Hitler auf Kosten seiner Bundesgenossen erheblich stärken.

    Unübersehbare Konfliktmöglichkeiten erscheinen drohend am Horizont.

    In einem Blatt der Linken braucht nicht erst die Parole ausgegeben zu werden, daß alles darauf ankomme, bei den Wahlen die republikanischen Parteien zu stärken. Selbstverständlichkeiten soll man nicht aussprechen. Die große Frage ist die, welche praktischen Wege einzuschlagen seien, um zur Stärkung der antireaktionären Front zu gelangen.

    Oberster Grundsatz aller Republikaner muß sein: jede Kräftevergeudung auf der Linken zu vermeiden! Kräftevergeudung aber bedeutet es, wenn die Kräfte, die ausschließlich gegen die Rechte sich kehren sollen, zu einem wesentlichen Teil durch innere Kämpfe innerhalb der Linken lahmgelegt werden.

    Einige Idealisten propagieren eine Listenverbindung zwischen SPD und KPD. Ein Rundschreiben in diesem Sinne ist von zwei sympathischen Mitgliedern der Nelsongruppe, Maria Hodann und Willi Eichler, in sozialistischen Kreisen verbreitet worden. Dabei ist durch genaue Berechnung seinerzeit festgestellt worden, daß bei früheren Wahlen eine solche Listenverbindung die „Marxistische Front“ einen Sitz gekostet hätte. Das liegt an der Eigenart unseres Wahlgesetzes. Dieses Wahlgesetz macht allen kleinen Parteien Listenverbindung gebieterisch zur Pflicht, weil sonst, wie das am 6. November [1932] der Staatspartei passierte, Hunderttausende von Stimmen einfach unter den Tisch fallen. Aber für große Parteien bedeutet die Listenverbindung, die sie untereinander eingehen, keinen Nutzen. Sie kann sogar zu einem kleinen Mandatsverlust führen.

    Es genügt nicht, daß Vorschläge aus Idealismus geboren und wohlgemeint sind. Sie müssen auch praktisch sein. Darum, selbst wenn die Listenverbindung SPD-KPD stimmungsgemäß möglich wäre, wäre sie zwecklos. Warum soll man seine gute Kraft an eine zwecklose Sache setzen?

    Was vielleicht möglich und bestimmt sinnvoll wäre, das wäre die Vermeidung des brudermörderischen Kampfes, wie er bei allen früheren Wahlen einen so erheblichen Teil der Kräfte der beiden größten Arbeiterparteien unnütz verzehrt hat. Oder mußten nicht zahllose ihrer Wahlversammlungen auf den objektiven Dritten den Eindruck hervorbringen, als drehe sich die Wahlschlacht in der Hauptsache darum, daß die KPD der SPD möglichst viel Wähler abspenstig mache, und umgekehrt? So mancher Arbeiter, den dies Schauspiel anekelte, ist dadurch zur Wahlenthaltung, wenn nicht gar zur Abstimmung für die „Arbeiterpartei“ Hitlers getrieben worden.

    Muß das, was bisher so war, immer, muß es diesmal wieder so sein? Soll nur bei Begräbnissen von Opfern des fascistischen Terrors KPD und SPD auf den Austrag ihrer Gegensätze verzichten?

    Heute kommt es darauf an, den Wahlkampf so zu führen, daß die Wähler der großen sozialistischen Linksparteien nicht in ihren Wahlversammlungen in der Hauptsache das Sündenregister der anderen Partei vorgesetzt bekommen. Mögen die Sünden der SPD und der KPD noch so groß sein, jeder andere Gesichtspunkt muß überschattet werden von der Gefahr, die in allernächster Zukunft vor uns steht, der Gefahr einer fascistischen Herrschaft. Ist sie erst da, dann geht es uns wie in Italien: Sozialdemokraten und Kommunisten werden gleichmäßig von der Bildfläche weggefegt.

    Blinde Illusionspolitik wäre es, die tiefen Gegensätze zwischen SPD und KPD leugnen zu wollen. Aber beide müssen heute einsehen: für beide besteht gleichmäßig Lebensgefahr.

    In den Massen der Arbeiterschaft würde nichts befreiender und befeuernder wirken, als wenn aus allen Wahlreden der SPD und der KPD das gemeinsame Leitmotiv herausklänge: der Feind steht rechts!

    1933, 8 · Hellmut von Gerlach

  • Deutsches Erwachen

    — Jg. 1933, Nr. 1 —

    Ich habe es ja immer schon gesagt (aber hört denn jemand auf einen alten Mann?). Und nun ist’s so weit: Deutschland befindet sich im Zustand des Erwachens. Nicht auszusagendes Erlebnis!

    Man hätte es vorhersehen sollen. Diese beständigen herausfordernden Rufe (vereinzelt und im Chor), Deutschland möge erwachen, waren einfach ein Spiel mit dem Feuer. Denn wie leicht können solche frivolen Aufforderungen ernst genommen werden! Wie leicht konnte Deutschland wirklich erwachen! (Man soll den Teufel nicht an die Wand malen, pflegte meine Großmutter in derartigen Fällen zu äußern, was für eine kluge Frau, ich sehe sie noch wie heute vor mir!).

    Und jetzt haben wir also die Bescherung. Die hartnäckigen Weckrufe unserer Nationalisten sind von Erfolg gewesen. Überall regt es sich bei uns, und überall hat man infolgedessen nun Gelegenheit, sich zu fragen, ob es bei Völkern denn nicht so ähnlich sei, wie es von einzelnen Menschen behauptet wird: daß sie nämlich im Schlafen besser wirken als im Wachen.

    Der Intellekt erwacht offenbar am spätesten. Wenigstens hat man diesen Eindruck, wenn man sieht, was für Eigenschaften bisher in diesem Volk erwacht sind. Daß es nicht die besten sind, daran läßt sich kaum zweifeln.

    Oder soll man es etwa begrüßen, daß Wahlkämpfe heut bei uns nicht mehr Kämpfe sind, die mit Hilfe der Wahlstimmen ausgefochten werden, sondern solche, bei denen die natürliche Stimme (womöglich noch verstärkt durch Mikrophon und Megaphon) sowie Zaunlatten, Stuhlbeine, Biergläser eine Rolle spielen? Ich kann es nicht finden.

    Auch das Bombenwerfen auf Personen gegnerischer Richtung will mir nicht gefallen. Denn es scheint mir immerhin ein Zeichen mangelhafter Selbstbeherrschung. […]

    Und auch vom Theater und Kino muß man dabei sagen, daß sie mit Vorliebe jetzt als Demonstrationsschauplätze für das heilige Sehnen des Volkes der Dichter und Denker verwandt werden. Trompeten, Pfeifen, Trommeln, Stinkbomben, Niespulver und ähnliche Unentbehrlichkeiten der erwachenden deutschen Seele steckt man sich zum Besuch des Kinos oder Theaters ein, wie man sich früher wohl Bonbons oder Schokolade einsteckte. Hätte sie doch weiter geschlummert, die deutsche Seele!

    Man sagt mir jedoch, daß es auf deutschen Universitäten zum Teil noch wacher zugehe als in den Kinos und den Theatern. Ich kann es kaum glauben, aber es wird mir von so vielen Seiten berichtet, daß ich meine Zweifel zurückstellen muß. Manche Professoren, so wird behauptet, erleben bei ihren Vorlesungen jetzt mitten im Semester Besuchsziffern, die früher nur zu Anfang des Semesters üblich waren. Und sie sind mitnichten erfreut darüber. Denn was die neu auftauchenden Besucher zu ihnen hinzieht, ist weniger der Wissensdurst (den sie in der Regel anderswo zu befriedigen suchen) als vielmehr der Drang, dem betreffenden Dozenten eine Probe der neu erwachten deutschen Geistigkeit in Form von Füßescharren, Sprechchören, Schimpfattacken, Musikdarbietungen und eingeschlagenen Türfüllungen zu geben. So pflegte man zu meiner Zeit (als Deutschland noch schlief) nicht zu studieren.

    In den gleichen Zusammenhang aber gehört es augenscheinlich, daß man auch die Schulen heut wachzurütteln sucht, nicht zum Zweck intensiver Arbeit etwa, wie der Harmlose annehmen möchte, sondern zum Zweck einer in bestimmter Richtung hin erfolgenden Politisierung. Glaubwürdigen Zeitungsnachrichten zufolge sollen sogar Volksbildungsminister sich in diesem Sinne bestätigen und dem Vernehmen nach auch schon beachtenswerte Erfolge erzielt haben. Von einem offenbar besonders aufgeweckten deutschen Lande weiß ich, daß die Schüler in ihm beispielsweise nationalsozialistischen Vereinigungen angehören dürfen, daß sie bis zu den Sextanern herab zu nationalsozialistischen Massenkundgebungen Urlaub erhalten müssen, daß sie bestialischen Meuchelmördern, wenn sie der gleichen Partei angehören, Telegramme schicken dürfen, in denen sie ihnen versichern, sie seien stolz auf sie, daß sie zu wöchentlichen Sprechchor-Gelöbnissen angehalten werden, die sich gegen die Erfinder des inzwischen allerdings mehrfach revidierten Versailler Vertrages richten. Provokationen und Bespitzelungen der Lehrer sowie Denunziationen aller Art — sei es in Form von Versammlungsberichten, Eingesandtem oder geheimen Anzeigen — sind; wie ich höre, nichts Seltenes mehr. Hakenkreuze schmücken nicht nur die Schulaborte — wo man sie ja allenfalls noch gelten lassen könnte —, sondern auch Bänke und Bücher. Kurzum: für die Auswirkungen des deutschen Erwachens hat sich hier ein weites, weites Feld eröffnet.

    Noch einmal: ich habe es vorhergesagt. So ungefähr mußte es kommen, wenn man die deutsche Seele mutwillig weckte. Es konnte kein gutes Ende damit nehmen. Und was tun wir nun? Genügt es auf die Dauer, sich die Nase zuzuhalten? Oder sollen wir uns gar an die neue Atmosphäre zu gewöhnen versuchen, die jenes Erwachen um uns verbreitet hat?

    Ich fürchte, ich fürchte, daß das überhaupt keine Frage ist, die von uns selber beantwortet werden wird. Wenn in einer Wohnung andauernd faule Fische gekocht werden, dann pflegen sich für gewöhnlich die übrigen Hausbewohner einzumengen, soweit sie noch empfindliche Nasen haben. Und viel anders, denke ich, wird es wohl auch bei den Erzeugnissen der heutigen deutschen Küche nicht werden.

    1933, 1 Heinrich Kuhn