Archive
1925
Auswahl im Jahrgang 1925 veröffentlichter Beiträge
-
Vereinsleben
Wir feiern gegenwärtig wieder ein bißchen viel Feste, trotzdem wir „durch und durch verarmt“ sind. Dabei ist ein sehr munter bewegtes Vereinsleben zu konstatieren. Das…
-

Unterschiede
Wenn deutsche Kapitalisten mit französischen und englischen zusammenkommen, um neue Verdienstmöglichkeiten auszuknobeln, dann ist das im Interesse des „Vaterlandes“. – Wenn deutsche Pazifisten nach Frankreich…
-

Die Versöhnung
Die Verständigung mit Frankreich unter ausdrücklichem Verzicht auf Elsaß-Lothringen, die jetzt unter der Präsidentschaft Hindenburgs von einer deutschnationalen Regierung betrieben wird, hätte schon ein paar…
-

Pazifismus tut not
Das Wort Pazifismus hat nirgends einen schlechteren Klang als in Deutschland. Schlaue behaupten, es käme von der Einseitigkeit der deutschen Pazifisten. Ach nein; die Abneigung…
-

Gedenkfeiern
Gedenktage sind Meilensteine auf dem weiten Weg der Vergeßlichkeit und Gedankenlosigkeit. Heute ist wieder ein solcher; und es ist nicht zu bezweifeln, daß er „würdig“…
-

Deutsches Gespräch
Hallo, sieht man Sie auch mal wieder? Wie geht’s? Wie steht’s? Machen Se Geschäfte? … Die heutigen Zustände, meinen Sie. Nun ja, politisch, aber sonst…
-

Unsere Schuld
„Wir“, denen diese Zeilen gelten, das ist ein sehr erheblicher Teil des gebildeten deutschen Mittelstandes. Wenn wir am Jahrestage der deutschen Revolution darnach gefragt haben,…
-
Dummes Zeug
Wenn mich mein Onkel früher vor den Sozialdemokraten warnen wollte, sagte er immer, das seien dumme Leute, die wollten alles teilen, und dächten nicht daran,…
-
Kirchensteuern
Ein Schauspiel für Götter: das evangelische Volk jammert über seine Kirchensteuern. Früher, als diese gottlose Trennung von Staat und Kirche noch nicht in der Verfassung…
-
Fantasien eines Ochsen
Ein junger, nur mäßig genährter Ochse sprach: „Wir sollten gegen das Schlachten gewaltsam vorgehen. Wenn wir mit vereinten Kräften gegen den Zaun rennen, dann werden…
-

Ein Märtyrer
An bürgerlichen Stammtischen ich aber spuckt man aus, wenn der Name fällt; man hält seinen Träger für einen Schuft, einen gemeinen Kerl, einen Vaterlandsverräter. Sein…

