Wenn ich mit einer brennenden Pfeife über den Heuboden meiner eigenen Scheuer gehe, etwas Glut fällt heraus, die Scheuer brennt ab, — was glauben Sie, was mir geschieht, obwohl vielleicht außer mir selber nicht einmal jemand zu Schaden gekommen ist?

Wenn ich als Angestellter der Firma Meier einem armen Reisenden, der mich dauert, fünfzig Mark aus der mir anvertrauten Kasse schenke — den Betrag, den der Chef jeden Abend herausnimmt, um ihn zu verjuxen —, glauben Sie, man wird mir das hingehen lassen? >>weiterlesen

…rote Schrift auf weißem Grund: „Glaubt den Schwindel nicht!“ Dieses Plakat müßte vier Wochen vor dem Wahlsonntag an jeder Plakatsäule, jedem Zaun und jedem Scheunentor in ganz Deutschland kleben und wöchentlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag erneuert werden. >>weiterlesen

Die Filmindustrie benützt den Wahlkampf dazu, den Film von der Lustbarkeitssteuer zu befreien: sie zeigt in den Kinos täglich einigen hunderttausend Wählern das Sprüchlein: „Eh du sie wählst, frag die Partei: Werden Filme steuerfrei?“ >>weiterlesen

Man nehme die zur Verfügung stehende Menge sozialdemokratischer Regierungssehnsucht und vermenge sie tüchtig mit deutschvolksparteilicher und großindustrieller Fähigkeit im Machtausüben (wobei eine Dosis zentrümlicher Schläue als Bindemittel gute Dienste tut), gieße einige Tropfen demokratischen Öls darüber und lasse das Ganze über Nacht stehen. >>weiterlesen

Geld natürlich. Und wofür? Das zu erklären geht nicht ohne eine kleine historische Abschweifung.Einer Reihe von deutschen Fürsten hat Napoleon I. ihre Souveränität genommen. Dafür hat sie im Jahre 1815 der König von Preußen entschädigt, indem er ihnen eine Art Halbsouveränität, die „Standesherrlichkeit“, verlieh. >>weiterlesen

Das von der kommunistischen Partei eingeleitete Volksbegehren, das den Bau von Kriegsschiffen verboten wissen wollte, ist gescheitert. Es sind nur etwa zwei Millionen Stimmen aufgekommen, die Hälfte der Zahl, die notwendig gewesen wäre, um das beantragte Gesetz vor den Reichstag und einen etwaigen späteren Volksentscheid zu bringen. >>weiterlesen

Fritz Lang, der Regisseur des „Metropolis“-Films und anderer ebenso monumentaler wie kitschiger Zelluloidstreifen, entdeckt eine junge Schauspielerin, Fräulein Dyers. Er verpflichtet sie vertraglich auf sechs Jahre und sichert ihr eine von Jahr zu Jahr steigende Gage zu… >>weiterlesen

Jakubowski, ein russischer Kriegsgefangener, ist am 26. März 1925 von einem mecklenburgischen Schwurgericht zum Tode verurteilt und am 15. Februar 1926 hingerichtet worden. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er das Opfer eines Justizmordes geworden. >>weiterlesen

Zum Kriegführen braucht man heute drei Dinge: Giftgas, Dynamit für die Sprenggeschosse und Öl zum Betrieb der Schiffs- und Flugzeugmotoren. In Deutschland werden diese drei Kriegsmittel hergestellt in den Fabriken und Laboratorien des Chemietrustes, der I.-G. Farbenindustrie A.-G. >>weiterlesen