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  • Glaubt den Schwindel nicht

    …rote Schrift auf weißem Grund: „Glaubt den Schwindel nicht!“ Dieses Plakat müßte vier Wochen vor dem Wahlsonntag an jeder Plakatsäule, jedem Zaun und jedem Scheunentor…

  • Aufruf an mich selbst

    Einem längst gefühlten Bedürfnis gehorchend, habe ich mich entschlossen, eine neue Partei zu gründen. Um sicher zu sein, daß meine Forderungen im Reichstag richtige und…

  • Vaterländer

    Es gibt preußische, württembergische, oldenburgische, lippe-detmoldische und noch vierzehnerlei dergleichen Bürger, aber keine deutschen. Wenn ein Ausländer sich bei uns einbürgern will, so muß er…

  • Langsam voran

    Das Kamel und die Schnecke gingen einmal eine Wette ein, wer zuerst am Flusse wäre. Die Schnecke gewann; denn das Kamel hatte den Dienstweg eingeschlagen.

  • Warum die Juristen für Roggenzölle sein müssen

    Hat da ein Statistiker Roggenpreise und Kriminalitätszahlen nebeneinander geschrieben; und siehe, die beiden Kurven stimmen überein! Steigt der Roggenpreis, nehmen die Diebstähle zu; sinkt der…

  • Hausse in Brauerei-Aktien

    Kaufen Sie Schultheiß-Patzenhofer! Steigen Sie ein, ehe es zu spät ist! Sie riskieren nichts, Sie werden mir dankbar sein!

  • Das falsche Geleise

    Die Faschingszeit ist im Anzug, In Köln, in München, aber auch anderswo beginnen wieder Gewissen zu schlagen. Darf man denn . . . ? In…

  • Aktionäre

    Irgendwo in Hannover ist man kürzlich auf eine sehr ergiebige Erdölquelle gestoßen. Ein Ereignis für ganz Deutschland, hätte man denken können. Allgemeine Freude. Vorträge in…

  • Wie finden Sie das?

    Fritz Lang, der Regisseur des „Metropolis“-Films und anderer ebenso monumentaler wie kitschiger Zelluloidstreifen, entdeckt eine junge Schauspielerin, Fräulein Dyers. Er verpflichtet sie vertraglich auf sechs…

  • Weder Berlin noch Weinsberg allein

    Weder Berlin noch Weinsberg allein

    Mein Freund hat mich aus Berlin geholt und ist mit mir nach Weinsberg spaziert. Dort hat er mir von der Höhe her das Tal gezeigt…

  • Ein sozialistisches Programm

    Entwurf eines Bekenntnisses zur Gemeinwirtschaft, vor dem Görlitzer Parteitag der S.P.D. 1921 von einem Nichtmarxisten für einen Marxisten verfaßt…

  • Drei gesellschaftliche Zeitalter

    Kerl“ (Plural: Kerls), sagte mein Großvater — denn er dachte feudal und sprach feudalistisch — „Kerl, er muß“. Der Ton klang grob und gutmütig und…

  • Kirchensteuern

    Ein Schauspiel für Götter: das evangelische Volk jammert über seine Kirchensteuern. Früher, als diese gottlose Trennung von Staat und Kirche noch nicht in der Verfassung…

  • Kirche und Aufwertung

    …die Kirchen stünden nicht auf der Seite der Mühseligen und Beladenen: sie seien nicht Volks-, sondern Fürstenkirchen. Deshalb hätten sie ja auch nicht protestiert, als…

  • Der Christusballon

    Eine neue Attraktion, die eine in verschiedener Hinsicht wertvolle Ergänzung des Spielplans bedeutet, ist für die diesjährige Theatersaison in Oberammergau in Aussicht genommen. Die technischen…

  • Fantasien eines Ochsen

    Ein junger, nur mäßig genährter Ochse sprach: „Wir sollten gegen das Schlachten gewaltsam vorgehen. Wenn wir mit vereinten Kräften gegen den Zaun rennen, dann werden…

  • Vaterlandsliebe

    Woran liegt es aber dann eigentlich, daß der Begriff dieser anachronistischen Vaterlandsliebe auch in unserer Zeit noch so wirksam ist?

  • Auf der Karte vergessen

    Auf der Karte vergessen

    Im Veltlin, nicht weit von der Bernina, an der schweizerisch-italienischen Grenze, liegt das kleine schweizerische Dorf Carajone. Es besteht aus 16 Häusern und hat etwa…

  • Das Luftschiff

    Das Luftschiff

    Während ich diese Zeilen schreibe, legt das Luftschiff „Graf Zeppelin“ den letzten Teil seiner Weltreise zurück. Wenn ihm das Glück treu bleibt, wird es wohlbehalten…

  • Der Holzkopf

    …die vielfältigen Irrfahrten des göttlichen Dulders Hindenburg. Nicht des lebenden, sondern des eisernen, der in der großen Zeit auf dem heutigen „Platz der Republik“ in…

  • Eine Einladung

    Eine Einladung

    An das Bureau des Reichspräsidenten. Oberdadaistisches Zentralamt, Schöneberg (Stadtpark), Steinacherstraße 2, Fernspr. Stephan 1375, Streng vertraulich!

  • Die Schreckenskammer

    Haben Sie schon das Kalb mit den zwei Köpfen gesehen? Oder den Neger auf der Messe, der lebende Ratten frißt? Oder die stachlige Dame, die…

  • Der Briefkastenonkel

    Sodawasserflecken aus Taschentüchern zu entfernen, glückt nicht immer. Versuchen Sie es einmal mit folgendem Mittel: Eine Gallone Wasser, ein halbes Pfund Schmierseife und drei Kilo…

  • Die neue Wohnung

    Die neue Wohnung

    33 Häuser, teils Einzel-, teils Doppel- und Reihenhäuser, auch eine richtige „Mietskaserne“ ist dabei. Die Erbauer sind eine Anzahl von mehr oder weniger berühmten modernen…

  • Literatur

    Mancher hat einen feingespitzten, treffenden, zündenden Aforismus hinter der Stirn. Auf dem Weg zur Zunge wird ein umständliches und langweiliges Essay daraus. Er schreibt es…

  • Undeutsch

    Die Werkbundsiedlung auf dem Weißenhof bei Stuttgart ist das Entsetzen aller derer, die etwas ablehnen, weil es anders ist als sie es gewohnt sind. Häuser…

  • Erneuerung

    Weihnachten und Neujahr gehören zu den Terminen, an denen auch die Presse, vor allem natürlich die mit der Leitartikel-Fabrikware der Korrespondenzbüros gespeiste Provinzpresse, zwischendurch im…

  • Karikatur und Satire

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht, sagt Wilhelm Busch. Diese reifste Form der Weltbetrachtung beruht auf milder Resignation, auf Skepsis und tiefer Einsicht in die…

  • Sterndeuter

    Es ist Herbst geworden. Das Jahr geht seinem Ende zu. Man beginnt schon wieder zurückzublicken. Ein Beginnen, das in jedem Falle an Reiz gewinnt, wenn…

  • Kegelbrüder

    Das Kegeln ist immer eine nationaldeutsche Angelegenheit gewesen. Aber während es früher leichtsinnigerweise einfach als Vergnügen für den Samstag Abend oder Sonntag Nachmittag behandelt wurde,…

  • Vom Spucken

    Spucken Sie? — Wieso Ihr Urgroßvater? Ich denke, der ist längst tot? — Ach so, Sie sind Spiritist! Nein, das meine ich nicht, sondern das…

  • Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen

    Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen

    Revolutions-Rückblick Ich schau zurück. Die Pressegeneraleergriff vor einem Jahr der große Schreck.Die O. H. L. verstummt mit einem Male.Hurra, Hurra! Die Phrase lag im Dreck.…

  • 1918 – Aufstand für die Freiheit

    1918 – Aufstand für die Freiheit

    Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 war eine historische Chance – dafür, ein demokratisches Deutschland zu schaffen, das stärker gewesen wäre als die…

  • Jahreschroniken

    Jahreschroniken

    von 1914 bis 1936. Die Jahreszahlen sind mit den externen Seiten des Lebendigen Museums Online (LeMO) verknüpft. Das Lebendige Museum Online bietet wissenschaftlich fundierte Informationen…

  • Weimarer Republik

    Als Weimarer Republik wird der Abschnitt der deutschen Geschichte von 1918 bis 1933 bezeichnet, in dem erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland bestand. Diese Epoche…

  • Auch in New York bleibt sich der Schwabe treu

    Auch in New York bleibt sich der Schwabe treu

    Will Schaber zum 90. Geburtstag Will Schaber, Heilbronner von Geburt, war Redaktionsvolontär an Erich Schairers „Sonntags-Zeitung“. Später wurde er Redakteur am Heilbronner „Neckar-Echo“, dem Sozialdemokratischen…