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  • Antwort auf eine Frage

    Antwort auf eine Frage

    Du fragst mich (etwas neugierig, wie mir scheint), wie es während der Nazizeit in meinem Inneren ausgesehen habe. Schlimm, kann ich Dir sagen. Ich war…

  • Warum ich nicht Pfarrer blieb

    „Da ich es mit meiner persönlichen Überzeugung nicht mehr vereinigen kann, nach meinem demnächst erfolgenden Ausscheiden aus der hiesigen Amtsverwesung die von mir seinerzeit leichtsinnigerweise…

  • Religiöse Pause

    Goethe, den man wohl auch zu den „Gottlosen“ rechnen darf, war ein erbitterter Hasser des Glockenläutens. Er hieß es ein „unerträgliches Gebimmele“; er spricht im…

  • Die Unmenschlichkeit Gottes

    Im Tübinger evangelisch-theologischen Seminar, dem „Stift“, wurde einmal bei einer Semesterprüfung (ich glaube Frühjahr 1907) den Studierenden der Theologie die Aufgabe zur Beantwortung gestellt: „Wie…

  • Dummes Zeug

    Wenn mich mein Onkel früher vor den Sozialdemokraten warnen wollte, sagte er immer, das seien dumme Leute, die wollten alles teilen, und dächten nicht daran,…

  • Sozialismus

    Ein Arbeiter unter den Lesern der Sonntags-Zeitung hat mir vor längerer Zeit einen Brief geschrieben, der mit den Worten schließt: Glauben Sie an den Sozialismus?…

  • Autoren

    Interaktives Verzeichnis der Autoren, deren Beiträge auf dieser Website zu finden sind. Es handelt sich dabei nicht nur um Autoren der Sonntags-Zeitung, sondern darüber hinaus…

  • Mutiger Publizist in der Weimarer Zeit

    StZ vom 12.9.1995, von Werner Birkenmaier. Ursprünglich wollte der Lehrersohn Pfarrer werden. Dann promovierte er über den Dichter Schubart, kehrte der Kirche den Rücken und…

  • Warum „Sonntags-Zeitung“?

    Warum „Sonntags-Zeitung“?

    100 Jahre ist es nun her, da bekam Erich Schairer – im Jahr 1919 – als wohlbestallter Chefredaktör der demokratischen Heilbronner „Neckarzeitung“ wegen begründeten Verdachts…

  • Die Reinsburgstraße

    StZ vom 15.2.1948. Nehmen wir einmal an, Ihr geistesgestörter Stiefvater (den Sie freilich lange für ein Genie gehalten hatten) habe sämtliche Mitglieder einer Nachbarsfamilie bis…

  • Gottlosigkeit

    …eine ausgesprochene Kampfschrift mit den Vorzügen und Nachteilen einer solchen. Wenn wir sie heute wieder lesen, so scheint uns vieles überholt. Von der Grundthese allerdings,…

  • Ausstellung 1987 in Heilbronn

    Mehr als vierhundert Objekte hat Büchereidirektor Hans Ulrich Eberle für seine bisher umfangreichste Ausstellung zusammengetragen. Dieses Mosaik zeigt nicht nur die Konturen eines Zeitungsmannes. Es…

  • In Opposition

    In Opposition

    Als Oppositionsblatt ist die Sonntags-Zeitung gegründet und bisher geführt worden, und sie gedenkt auch darin zu verharren. Sie opponiert, kurz gesagt, gegen die herrschende Richtung…

  • Das deutsche Presse-Elend

    „Wir sind heillos und schamlos belogen und betrogen worden von unseren Zeitungen.“ So lautete das Urteil sehr ruhiger und sehr besonnener Männer bis in die…

  • Das Land der Mitte

    Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich während des Kriegs lange an die offizielle Legende über seinen Ausbruch geglaubt habe: Deutschland sei von seinen…

  • Kolonien

    Das Beste an dem miserablen „Friedensvertrag“ von Versailles ist vielleicht, daß er uns unserer Kolonien beraubt hat. Es erspart uns viele Ausgaben: Die Regierung hat…

  • Die Einigung Europas

    Die Konsolidierung Europas in irgend einer Form ist heute zu einer Notwendigkeit geworden. Ich glaube, daß man diese These aufstellen kann, ohne den Widerspruch eines…

  • Abrüstung

    Abrüstung

    Die neue Zeit will auch dem alten Kriegsgott Mars an den Kragen. Und nicht mit Unrecht. Denn solange er Speer und Schild trug, war er…

  • Sie sind dabei

    Denn, seht sie nur an, da stehen sie, barhaupt, in der steifen, unbehaglichen Sonntagsmontur, den Hut in der Hand, und bibbern vor Ergriffenheit, weil sie…

  • Prinz Wilhelm

    Heil dir im Siegerkranz, Harry Domela, Prinz von Hohenzollern! Zwar hat dich die Polizei geschnappt und der Herr Untersuchungsrichter in Behandlung; aber dein Ruhm überstrahlt…

  • Mit Mütze und Schläger

    Als ich im Herbst 1906 auf die Hochschule kam, habe ich mich einer farbentragenden schlagenden Verbindung angeschlossen und bin bald eines ihrer begeistertsten Mitglieder geworden.…

  • Justizopfer: Fechenbach

    Justizopfer: Fechenbach

    Sein Verbrechen ist: daß er der Geheimsekretär Eisners gewesen ist. Der Bürger hat ein gutes Gedächtnis, wenn er will. Sein Groll gegen alles, was ihm…

  • Justizopfer: Heinrich Wandt

    Justizopfer: Heinrich Wandt

    Diese „Freie Presse“ und besonders ihr Redaktor Heinrich Wandt waren natürlich der Justiz unserer „Republik“ ein Dorn im Auge, weniger — das versteht sich am…

  • Justizopfer: Hau

    Justizopfer: Hau

    Karl Hau ist tot. Gottes Mühlen mahlen langsam; aber die der bürgerlichen Gerechtigkeit mahlen sicher. Im Jahre 1907 hat man ihm das Leben abgesprochen: aber…

  • Justizopfer: Matteotti

    Justizopfer: Matteotti

    Im Juni 1924 ist der italienische Sozialist [Giacomo] Matteotti von Faschisten ermordet worden. Im März 1926 sind die Mörder teils freigesprochen, teils so verurteilt worden,…

  • Justizopfer: Max Hölz

    Justizopfer: Max Hölz

    Hölz ist der Prügelknabe unserer Justiz und unserer gesamten Bourgeosie: dadurch, daß sie ihn zum Monsterverbrecher, zum Inbegriff alles Schlechten, das in ihnen selbst steckt,…

  • Justizopfer: Jakubowski

    Jakubowski, ein russischer Kriegsgefangener, ist am 26. März 1925 von einem mecklenburgischen Schwurgericht zum Tode verurteilt und am 15. Februar 1926 hingerichtet worden. Aller Wahrscheinlichkeit…

  • Fememörder

    Diese Verurteilten sind das Opfer, das die Minister, Geheimräte und Offiziere dem Gotte „öffentliche Meinung“ zur Versöhnung dargebracht haben. Sie sind von den Hintermännern im…

  • Die Ära der Morde

    Die Ära der Morde

    …hat mit dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begonnen (15. Januar 1919). Es folgte der Mord an Kurt Eisner (21. Februar 1919). Von…

  • Polizei oder Militär?

    Soll dies künftig rechtens in Preußen sein, daß die Polizei, wenn eine ihrer Vorschriften von einer kleinen Rotte Menschen wirklich oder vermeintlich nicht befolgt wird,…

  • Amtsstuben-Muff

    Amtsstuben-Muff

    In Deutschland wird auf die Bürokratie mit innerer Genugtuung geschimpft. Und mit Recht. Denn es gibt nichts, was die kleinen Alltäglichkeiten so gallig und widerwärtig…

  • Der tönerne Koloß

    Die Partei hat Fett angesetzt, sie ist im Lauf der Jahre behäbig geworden und sonnt sich am Glorienschein der Zahlen. Aber dabei hat sich der…

  • In der Drecklinie

    …die schönsten Blüten treibt der Konkurrenzneid im Kampf zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Der Ausdruck „Bonze“ wirkt wie Gestreicheltwerden von weichen Händen, und „Heuchler“ ist fast…

  • Nur für Herrschaften

    Begrüßung mit Faschistengruß und Händedruck, Reden, Gelage und was so dazugehört. Diese „Verbrüderung zwischen Bolschewisten und Faschisten“ war natürlich für die sozialdemokratischen Zeitungen ein gefundenes…

  • Im Außendienst

    …im Haushaltsausschuß des Reichstags ist man wieder einmal darauf gestoßen, wie teuer unser politischer Außendienst arbeitet. Vor allem, weil seine Beamten, vom Botschafter bis zum…

  • Das dicke Buch

    Der Etat für 1927, den ich mir besorgt habe, ist eine Broschüre in Folio mit rund 1500 Seiten. Sie hat den doppelten Kubikinhalt einer Familienbibel…